Das Leben hat mich nicht gefragt…

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Über Das Leben hat mich nicht gefragt…

Das Leben hat mich nicht gefragt… ist eine lockere Sammlung von mehr oder minder spannenden, lustigen und tragischen Episoden aus dem absurden Leben des Joachim H. Selbstverständlich sind alle Personen und Handlungsstränge frei erfunden und sollten nicht zu Hause nachgemacht oder in Umlauf gebracht werden. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Meister Eder…

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Einträge mit dem Schlagwort »Entzugserscheinungen«


Die Welt steht still - ein schöner Tag…

Sep 2005
09

Wie sehr habe ich diesen Tag herbeigesehnt. Schon bei der Arbeit hatte ich Mühe meine Gedanken zu sortieren. Alles drehte sich nur um das Eine. Wie sie mich berühren würde, meinem Körper wieder Leben einhauchen. Wie sie mich liebkosen würde. Meine Lippen, meinen Hals. Über meine Brust würde sie in die tiefsten Regionen meines Körpers vordringen. Sie würde Besitz von mir ergreifen, meinen Verstand vernebeln. Doch nichts ersehnte ich mehr. Es war schon so lange her, dass ich sie zum letzten mal traf, doch als ich sie sah, wie sie so vor mir stand, da wusste ich erst wieder welch schöner Anblick mir verwehrt blieb. Ich schloss sie sofort in meine Arme und meine Lippen begannen zu zittern ob der Gewissheit des süßen Kontakts den sie gleich spüren würden. Sie wusste, wie sie mich kriegen würde, und sie gab sich unserem Austausch von Flüssigkeiten vollkommen hin. Ich saugte sie geradezu aus. Voller Leidenschaft konnte ich nicht von ihr ablassen bis schließlich auch der letzte Tropfen vergossen ward.

Dann aber wurde die romantische Stimmung jäh unterbrochen von einem Mann, der mir bis dato unbekannt war. Aber aufgrund der Kleidung und dem, was er sagte, schloss ich ihn sofort ins Herz. Er lief etwas hektisch an uns vorbei und fragte mich: “Darf’s noch ne Halbe sein?” Das war sie also: Meine erste Halbe schönen, kühlen Biers nach vier Wochen absoluter und knallharter vom Arzt auferlegter Askese… und es sollte nicht das einzige bleiben.

Ergebnis der heutigen Blutuntersuchung? Irrelevant! Ergebnis meines Denkprozesses? Bier trinken! So einfach kann Entscheidungsfindung sein. Die Welt wäre ein viel schönerer Ort, wenn wir alle Probleme so lösen könnten. Gut… viele probieren es, mit Alkohol ihre Probleme zu lösen. Nicht, dass ich zu dieser Sorte gehöre… Ich trinke nur (noch) in Gesellschaft, habe keine (schlimmen) Entzugserscheinungen festgestellt in den letzten Wochen und ich habe mich auch sonst nach dem Alkoholkonsum (meistens) im Griff. Um dies zu beweisen, werde ich nun die verträumte Jägermeisterflasche aus dem Kühlschrank nehmen, um einen Schluck daraus zu entfernen, und dann ins Bett gehen.

Ich Danke Euch für Eure Zeit und hoffe, dass Euch das eine Lehre sein wird. Alkohol verführt Euch und Ihr kommt nie wieder davon los. Oder kurz: Alkohol böse! In diesem Sinne: Don’t drink and drive.

– Euer Joachim


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