Das Leben hat mich nicht gefragt…

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Über Das Leben hat mich nicht gefragt…

Das Leben hat mich nicht gefragt… ist eine lockere Sammlung von mehr oder minder spannenden, lustigen und tragischen Episoden aus dem absurden Leben des Joachim H. Selbstverständlich sind alle Personen und Handlungsstränge frei erfunden und sollten nicht zu Hause nachgemacht oder in Umlauf gebracht werden. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Meister Eder…

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Einträge mit dem Schlagwort »Resozialisierung«


Müllabfuhr und Last-Minute-Chicks…

Jun 2009
15

Schönen guten Tag liebe Freunde der unterhaltsamen Schmalkost,

Es ist der Beginn einer neuen Ära… Ich habe es nach hartem Kampf - mit mir, meinen Moralvorstellungen, meinem Chef und meinem Projektleiter - endlich geschafft: Der erste Tag Urlaub, den ich seit Beginn meines Full-Time-Arbeitslebens im Juni 2008 habe… zugegeben, der begann erst heute Nachmittag um fünfzehn-dreißig mitteleuropäischer Sommerzeit und ich pfeife mir in ungesunder Lautstärke die selbe Mucke rein, wie ich es jetzt im Büro täte, aber trotzdem für mich schon völliger Freizeit-Overkill. So richtig kann ich es wahrscheinlich erst glauben, wenn ich morgen früh bei meiner Mutti in Bremen aufwache und feststelle, dass es erstens später als vier Uhr ist und ich zweitens mich einfach umdrehen und weiterschlafen kann ohne Statements wie “…demnächst hagelts Abmahnungen!” um die Ohren geblasen zu kriegen. So wird dann auch dieses flaue Gefühl im Magen sich einen neuen Besitzer suchen müssen, dass mir mittlerweile jeden Morgen signalisiert hat: “Alter… den Job willst du nicht länger machen”.

Für alle, die sich jetzt wundern… nein, auch wenn es so klingt, ich arbeite nicht bei der Müllabfuhr. Die haben geregeltere Arbeitszeiten als ich. Aber wenn man als halbgarer Wirtschaftsinformatiker sein Diplom macht um dann als Software-Entwickler auf Sparflamme zu arbeiten (…wobei die Sparflamme sich auf die Fähigkeiten beziehen, nicht die Hingabe, mit der man zu Werke geht…), dann muss man eben auch mal hier und da die mangelnde Qualifikation durch die ein oder andere Überstunde wett machen. Und wenn man Joachim heißt, von Grund auf Perfektionist ist und völlig unfähig halb fertige Arbeit ruhigen Gewissens um siebzehn Uhr auch einfach mal liegen zu lassen, dann sind das auch ein paar Stunden länger. Erwähnt seien hier dieses Wochenende im Januar, an dem ich mich um fünf Uhr morgens schön auf das im Büroflur situierte Sofa gebettet habe, um am Samstag Morgen frisch und erholt weiterzuarbeiten, und der Mittwochdonnerstag vergangener Woche, der am Mittwoch um sieben Uhr morgens begann um am Donnerstag gegen siebzehn-dreißig zu enden… damit ich nach kurzer Pause und sieben Stunden Schlaf um drei Uhr nachts wieder aufstehen konnte um meiner Tätigkeit nachzugehen. Natürlich sind dies die Extrembeispiele, aber trotzdem haben einige Aspekte des sozialen Lebens in den letzten Monaten sehr gelitten.

Aber nicht mehr mit mir… die nächsten Tage werde ich erstmal im Schoße der Familie verbringen, wo ich hoffe wieder ein Stück weit resozialisiert zu werden, um dann in der Obhut meiner Freunde jegliche Sozialverträglichkeit wieder über Bord werfen zu können. Hach wie schön war die Zeit…

[Es vergeht eine gute viertel Stunde verträumten in die Luft Schauens, eine einsame Träne der Nostalgie wandert südwarts auf meiner linken Wange... außerdem trielt ein Schweißtropfen gerade in mein Maurerdekolleté, aber das war jetzt wahrscheinlich ein wenig zu viel Information.]

Und um die Stimmung wieder in etwas luftigere Gefilde zu treiben gibt’s auch gleich noch eine Anekdote aus besseren Tagen…

Da war zum Beispiel dieser eine Abend… An diesem beschlossen Tanzflächen-Toby und ich unseren Wirkungsradius mal wieder etwas zu erweitern. Also zogen wir aus, um in Reute bei Bad Waldsee einem Fest in der örtlichen Mehrzweckhalle beizuwohnen. Ganz feine Idee: Kein Mensch anwesend, den man kennt, was bedeutet, dass man sich gepflegt zum Hirsch machen kann, ohne das die nächsten zwei Jahre nachgetragen zu bekommen. Also war die Mission klar. Voller Tatendrang schütteten wir uns also die ersten paar Biers rein um auf Betriebstemperatur zu kommen. Routine also. Es dauerte auch gar nicht so lange bis wir mit der adretten Barfrau ins Gespräch kamen. Nachdem in der Gegend offensichtlich nicht gar soooo viele Mütter das Glück haben, schöne Töchter aus ihren Leibern zu pressen, für die sich der Stress dann auch gelohnt hätte, widmeten wir uns fortan eher unserer Performance auf der Tanzfläche zu den Klängen der überregional bekannten Cover-Rock-Band FACE . Unvermeidlich war dann ja auch der hochfrequente Gang zum Bierstand, wo die Bardame unseres Vertrauens mit nicht nachlassender Hingabe ihrer Arbeit nachkam, uns mit Alkohol zu versorgen. Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem wir völlig hemmungslos zum Angriff auf ihre Gefühlswelt übergingen. Nach kurzem Hin und Her erlangten wir davon Kenntnis, dass die junge Frau bereits verheiratet war. Andere hätte das ins Bockshorn gejagt… wir fühlten uns dazu berufen, ihr einen Heiratsantrag zu machen.. im Doppelpack… wenn sie sich doch nur vom anderen Typen scheiden ließe. Der gewiefte Leser ahnt es bereits: Die beiden sind vermutlich noch heute verheiratet und Toby und meine Wenigkeit mussten unseren Kummer ertänken.

Ein paar Biers später fanden wir uns dann am Rande der Tanzfläche -Slash- des eingezeichneen Volleyballfeldes wieder. Pünktlich, um die ersten Takte von Dirty Dancing’s “I’ve had the time of my life” mitzukriegen (… mal ehrlich: es weiß doch kein Mensch, von wem der Song wirklich ist, oder?). Da machte der begnadete Frontmann der Kapelle, Tom Croël, die verheerende Ansage: “… und jetzt nimmt mal jeder seinen Schatz in den Arm.” Da fiel sein Blick auf Toby und mich, die wir offensichtlich grad die beiden einzigen waren, die noch keine Ische in unseren muskulösen Armen hatten. “Na Jungs, da hinten sind doch zwei ganz Hübsche.” Wir schauten die Mädels an, die in der Tat extrem fesch waren, sahen wieder zur Bühne hoch und unser Gesichtsausdruck verriet uns: “Ah, ihr habts schon probiert.” … ertappt. Welcher Satan uns in diesem Moment auch immer geritten hat… wir legten unsere Arme umeinander um die Situation zu retten und ernteten ein mitleidiges “Och Jungs, bitte…” von Croëls Tom. Alles klar…so demontiert würden wir da keinen Blumentopf mehr gewinnen. Wir also wieder den Bierstand erleichtert und siehe da: Innerhalb kürzester Zeit war unser Ego wieder so groß wie das World Trade Center bevor Mohammed Atta zur Arbeit geflogen war.

Mit steigendem Pegel und fortschreitender Stunde sinken ja bekantlich auch die Ansprüche, weshalb wir nun unsere Zielgruppe auf die sogenannten Last-Minute-Chicks verlagerten (… böse Zungen würden vom “Restef*cken” sprechen, wozu aber per definitionem der Vollzug des Coitus gehört… und dass es keinen Selbigen mehr gab kann ich wohl vorweg nehmen ohne jemandem die Spannung zu versauen). Wie dem auch sei, ich kam also mit einer der eher unterklassigen jungen Damen ins Gespräch. Lief auch ganz gut… sie fand mich nett, ich fand sie… ähm… okay, es war mir scheißegal, ich wollte sie bumsen. Von hier an war ich wie ausgewechselt. Ich war eine Aufreiß-Maschine ohne jede Gnade. Nach kurzer Zeit kam da so ein anderer Typ und versucht doch echt mir die Schau zu stehlen. Das habe ich mir natürlich nicht lange angeschaut. Also habe ich einen Blick auf den Typen geworfen und mir war klar, was ich zu tun hatte. Ich drückte ihm also einen Fünfer in die Hand und meinte: “Junge, verschwind an die Bar und trink einen auf mich.” Seine Augen leuchteten wie bei einem Halbwüchsigen am Weihnachtsabend, er warf noch einen Blick auf das Mädel, dann auf den Fünfer in seiner Hand… und weg war er. Eins zu null für mich.

Unsere Unterhaltung ging also ungestört weiter. Sie stellte noch die Frage, wo wir eigentlich herkämen, worauf ich ihr erklärte, dass wir aus Ulm sind. Sie war mir quasi komplett verfallen, denn so Kultivierte wie wir verirren sich offensichtlich nicht so oft in diese sehr ländlichen Gefilde. Dann fragte ich sie, ob sie hier aus Reute sei. Sie bejahte und deutete in irgendeine Richtung: “Ich wohn so fünfzig Meter in der Richtung. Wo schlaft ihr heute Nacht eigentlich?” Meine Antwort war subtil und an Feinfühligkeit kaum zu überbieten: “Wenn’s gut läuft so fünfzig Meter in der Richtung.” Und ich deutete in die selbe Richtung, in die sie kurz vorher zeigte. Sie kuckte kurz etwas irritiert, aber sie nahm nicht Reißaus… Ich klopfte mir innerlich auf die Schulter. Wie die Unterhaltung so weiterging verlagerte ich Stück für Stück unsere Position ein wenig mehr in Richtung der offenstehenden Tür. Das blieb ihr offensichtlich nicht verborgen, denn sie meinte: “Du, ich merk frei schon, dass wir immer näher am Ausgang sind.” Und nun kam mein Statement des Abends… praktisch das Wort zum Sonntag und der Hans Meiser unter den Anmach-Sprüchen: “Ich hab auch nen Viertürer… da kommen wir bequem auf die Rückbank!” Yeah… wie kann ein einzelner Typ nur so geil sein?!?

Nun ja, sie hat das wohl etwas anders gesehen, denn plötzlich fing sie an von Ihrem Freund zu erzählen. Freund?!? war bisher nicht die Rede von. Aber mein Gott Walter… nichts was mir egaler wäre. Lief dann aber erstmal nicht mehr so gut. Sie holte ihren Macker her, der auch mitplaudern wollte, was ich aber gar nicht so gut fand. Guter Wingman, wie der Toby war, verwickelte er ihn dann in ein Gespräch, dass ich mich weiterhin alleine der jungen Dame widmen konnte. Sie konnte meiner Argumentationskette allerdings nicht so ganz folgen. Auf die Frage, warum sie mit mir Dinge tun sollte, sie habe doch einen Freund, erwiderte ich: “Ja und? Der zählt Schrauben bei Hymer!” Wieder ein Tor für mich… leider ein Eigentor wie sich rausstellen sollte. Der besagte Freund kam irgendwann wieder um unsere traute Zweisamkeit jäh zu unterbrechen. Nun gut… der Abend war also gelaufen. Ich wollte mich ins Auto legen um ein paar Stunden zu schlafen. Was fehlte also noch? Rischdiiisch! Ein Gute-Nacht-Kuss. Ich beschloss also den von eben jener jungen Dame mit Freund zu bekommen. Der Zeitpunkt schien nicht der beste, denn ihr Freund hatte sie im Arm und sie ihren Kopf auf seiner Schulter geparkt. Aber ich bin ja als Draufgänger bekannt… oder völlig daneben… wie man’s nimmt. Wie ich ihr so gute Nacht sagte und aktiv versuchte den besagten Kuss einzufordern kuckte sie dann auch nur noch recht schockiert, holte aus und schoss mir eine Ohrfeige, die man wahrscheinlich in der ganzen Halle gehört hat. Wow… hat wohl nicht sooo gut funktioniert. Da der minderbemittelte Freund leider auch Freunde in dieser Halle hatte, und zwar mehr als ich (scheiß Auswärtsspiele!), sagte ich zu Toby, dass es jetzt besser für mich sei zu gehen. So verließ ich also die Halle und ein denkwürdiger Abend ging zu Ende. Mal wieder nicht sonderlich erfolgreich, aber im Nachhinein sehr lustig… meint ihr nicht?

Ein guter Rat zum Schluss… ach, da fällt mir grad nichts Passendes ein, denn ich würde wahrscheinlich alles wieder genau so machen… ja ALLES. Ansonsten bleibt mir gewogen und freut euch künftig wieder auf mehr guten Stoff aus meinem Leben.

In diesem Sinne…

Euer Joachim


Feel-Good Tea und Bacardi Feeling…

Sep 2005
20

Hallo zusammen!

Ich glaube, es ist mal wieder allerhöchste Zeit für eine neue Episode aus meinem Leben… oder wie ich es gerne nenne: Pleiten, Pech und Pannen! Nach dem ich Euch ja viel zu lange sträflich vernachlässigt habe, gibt es also neuen Auswurf an dieser Stelle. Ich sollte mir nur noch was einfallen lassen, über das es sich lohnt zu schreiben… Ich fang da einfach mal an mit einem der schönsten Ereignisse im letzten halbe Jahr.

Hattet Ihr schon einmal einen Traum, in dem Ihr vor einem großen Tor standet, auf einer Wolke der Zufriedenheit schwebend? Gleißendes Licht schien Euch entgegen. Auf der anderen Seite winkten Oma und Elvis… nun ja, ganz so war es dann auch nicht. Elvis lebt ja immerhin noch und sonnt sich mit Adolf und Tupac irgendwo in Südamerika. Auf jeden Fall ist für mich vergangenen Freitag dieser Traum wahr geworden, als sich mittags um 13 Uhr zum letzten Mal die Tore meiner glorreichen Praxissemesterstelle für mich öffneten und mich in die Freiheit entließen… So ist das also. So muss sich ein Knasti fühlen, nachdem er 20 Jahre lang nur gesiebte Luft geatmet hat, beim Sex immer mit Frauennamen angesprochen wurde, aber endlich wieder auf die Öffentlichkeit losgelassen wird: Frei und ohne Perspektive! ;-) Aber eins muss man meinem Ex-Chef lassen: Er macht sich echt Gedanken, wenn es um Abschiedsgeschenke geht. Immerhin gab’s nen Funkwecker und ein Päckchen “Feel-Good Tea”… Ein Schelm, wer daraus auf meine Pünktlichkeit bzw. die Anzahl der Krankheitstage schließt! Soviel zu diesem Thema. Den Rest des Freitags spare ich hier aus, da das ganze dann in hässlichen Exzessen endete, die nicht mehr mit dem Jugendschutz zu vereinbaren sind.

Und weil der Samstag an sich ja sowieso völlig überschätzt wird kommen wir gleich zum Sonntag. Diesem wurde am vergangenen Wochenende ja eine ganz spezielle Bedeutung beigemessen. Er sollte über die Zukunft unserer großen Nation entscheiden. Nun ja… natürlich nicht er selber, denn der Sonntag ist ja ein Tag und kann dementsprechend nichts entscheiden, aber der Sonntag war eben der Tag, an dem die Bundestagswahl stattfand. Klingt komisch, is’ aber so. Aber wie wir mittlerweile wissen ist ja auch die Bundestagswahl völlig überschätzt, denn entschieden hat sich absolut nichts. Und trotzdem benehmen sich auf einmal alle, als wenn sie die Wahl absolut in der Tasche hätten. Joschka Fischer legt ein Selbstbewusstsein an den Tag wie zu Zeiten, als er noch Staatsbediensteten Steine an die Rübe warf, wobei es ihm völlig Schnuppe ist ob er in der Opposition oder Regierung sein Temperament spielen lassen darf, solange man ihn nur mitspielen lässt. Ähnliches gilt auch für Guido Westerwelle, die alte Giftspritze. Immer wenn dem einer grad zehn Cent in den Schlitz am Rücken schmeißt sagt er: “Ich will keine Ampel. Ich will keine Ampel. …” Vielleicht hätte ihm vorher jemand sagen sollen, dass die Aussichten Kanzler zu werden bei einem Ergebnis von zehn Prozent eher als verschwindend gering zu bezeichnen sind. Ich denke er hat es bis heute nicht kapiert, dass er dafür den Verein wechseln sollte. Aber mal ehrlich: Wer würde für den auch ne Ablöse zahlen… Angela Merkel hingegen tut mir ja schon ein bisschen leid. Die hatte sich ja schon so auf die Wahl gefreut. Das hat man doch schon ihrer überraschenden Wortgewandtheit und ihrem natürlichen Lächeln beim TV-Duell angemerkt. Und jetzt erzählen die gemeinen Jungs von der SPD solange, dass CDU und CSU gar nicht zusammengehören und deshalb die SPD die Wahl gewonnen hat, dass sie erstmal ihren persönlichen Yoda Dr.Helmut K. anruft um das zu klären und ansonsten einfach nur die Klappe hält, wenn Schröder die Elefantenrunde aufmischt. Womit wir auch schon beim letzten Kollegen wären. Mal unter uns: Ich weiß ja nicht, was der Schröder vorher gemacht hat, aber von den Drogen, die er genommen hat will ich auch was haben! Der muss irgendwelche Dinge eingeworfen haben, die die Wahrnehmung der farbigen Balken im TV sehr beeindrächtigt haben. Anders kann ich mir seine Siegesposen mit seinem Homie Franz echt nicht erklären, denn wenn jetzt die Jamaika-Koalition loslegt… ich seh da keinen roten Streifen auf der Flagge, Herr Bundeskanzler.

Schönes Wort übrigens: Jamaika-Koalition. Da kommt doch gleich ein wenig Urlaubs-Flair auf. Der bierernste Beigeschmack, den so eine Wahl mit sich bringt - es geht ja immerhin um was - wird da gleich etwas relativiert. Und auch die Entscheidungsfindung unter dieser Flagge geht doch gleich viel entspannter von Statten. Ich stell mir grad vor, wie Angie, Joschka und Guido bekleidet mit Rastafari-Mützen mit angenähten Dreadlocks zusammen bei Ede sitzen - Was der an Stoff hat… Man sagt seine Jungs konfiszieren sogar Oregano, wenn man den im Nachfüllbeutel kauft - und unseren Bundesgerd auslachen. Der - mittlerweile mit nem Mordskater aufgewacht - denkt sich beim Anblick der Aufzeichnungen vom Vorabend mit Sicherheit auch: Geht gar nicht! Und zu nem bunten alkoholischen Mixgetränk mit rosa Schirmchen und Zigaretten mit Additiven aus biologischem Anbau diskutieren unsere Karibik-Freaks dann über die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. So muss Politik doch heutzutage aussehen. Ohne Sex, Drogen und Gewalt holt man doch keinen Hund mehr hinterm Ofen vor. Und da keiner von uns sexuelle Handlungen sehen will, an denen Angela Merkel beteiligt ist, und wir die Handgreiflichkeiten im Parlament lieber unseren asiatischen Freunden (…und da zähl ich die Italiener auch dazu!) überlassen, hey… da bleibt nicht mehr viel übrig.

Was lernen wir also daraus? Punkt eins: Wir führen wieder Monarchie oder Wahlweise ‘ne verträumte kleine Diktatur ein, da ersparen wir uns dieses ganze Gedöhns mit der Koalitionsbildung. Zweitens: Wir machen ein Zwei-Parteien-System à la USA. Da sollte man davon ausgehen können, dass eine der beiden Parteien eine regierungsfähige Mehrheit hinkriegt… Außer natürlich Schröders Cousin liefert das System zur Stimmenauszählung in Dresden, was letztendlich im erneuten Angriff auf Polen endet und wir landen wieder bei Punkt eins. Drittens: Wir lernen’s endlich, dass das alles Scheiße ist, was da bei uns passiert und wir setzen unser Kreuzchen nächstes Mal an der richtigen Stelle. Tja… es liegt alles in unserer Hand. Bedenkt das wenn wir in vier bis sechs Wochen wieder zur Urne müssen! In diesem Sinne…

– Euer Joachim


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